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ProSiebenSat.1 Media-Aktie: Konzern will Großaktionäre zum Ausstieg bewegen


11.12.2012
Frankfurter Tagesdienst

Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten von Neuengagements bei der Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172 / WKN 777117) ab.

Die Geschäfte würden wieder gut laufen. Das Selbstbewusstsein früherer Tage sei wieder zurückgekehrt. Der Medienkonzern fühle sich stark genug, um sich sogar mit den einflussreichen Anteilseignern Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira anzulegen. Beide Investment-Gesellschaften würden zusammen 53% der Vorzugsaktien sowie 88% der Stammaktien besitzen.

In den nächsten Wochen dürfte es rund um die Aktie von ProSiebenSat.1 Media etwas unruhiger werden. Der Verkauf des Skandinavien-Geschäfts sei nahezu in trockenen Tüchern. Es stelle sich nun Frage, was mit dem Erlös passieren solle. Ca. 1,3 Mrd. EUR würden dem Unternehmen zufließen.


Es sei damit zu rechnen, dass KKR und Permira den Großteil der Summe für sich beanspruchen würden. Dem Vernehmen nach sei das Management von ProSiebenSat.1 Media durchaus bereit, den Anteilseignern eine Sonderausschüttung zukommen zu lassen, doch knüpfe man daran eine Bedingung: Die beiden Großaktionäre sollten langsam ihre Koffer packen und sich aus dem Unternehmen zurückziehen.

Tatsächlich sei ProSiebenSat.1 Media mittlerweile wieder in der Lage, auf eigenen Beinen zu stehen. Kohlberg Kravis Roberts und Permira wären wohl zum Rückzug bereit, wenn die Konditionen stimmen würden. Über die Details werde in den nächsten Wochen verhandelt werden. Die Experten würden davon ausgehen, dass am Ende die Ankündigung stehen werde, wonach die beiden gerne als "Heuschrecken" bezeichneten Investment-Gesellschaften einen Ausstieg auf Raten vermelden würden.

Wer engagiert ist, kann die Vorzugsaktie von ProSiebenSat.1 Media noch eine Weile begleiten, sollte die Position allerdings eng absichern, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". Neue Engagements sollten die Anleger nicht mehr eingehen. (Ausgabe 189 vom 10.12.2012) (11.12.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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